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Kinderwunschpraxis von Tempelhoff

Nach einer Fehlgeburt oder Präeklampsie beginnt die Suche nach dem Warum.

Wir begleiten Frauen, die eine oder mehrere Fehlgeburten, erfolglose IVF- oder ICSI-Versuche oder eine Präeklampsie erlebt haben. Wir suchen nach Ursachen auf drei Ebenen: im Immunsystem, in der Versorgung Ihres Kindes über Gebärmutter und Plazenta und bei der Gerinnung.

Illustration: der Lebensbaum der Plazenta
seit 1991Erfahrung mit Schwangerschaften nach Fehlgeburt und Präeklampsie

Für wen wir da sind

Was haben Sie erlebt?

Wiederholte Fehlgeburten

Wenn eine Schwangerschaft immer wieder endet

Zwei oder mehr Fehlgeburten sind kein Schicksal, das man einfach hinnehmen muss. Oft gibt es Ursachen, die sich untersuchen und behandeln lassen.

  • Immunologische Faktoren
  • Versorgung über Gebärmutter und Plazenta
  • Antiphospholipid-Syndrom
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IVF- und ICSI-Versagen

Wenn gute Embryonen sich nicht einnisten

Nach mehreren erfolglosen Transfers lohnt ein zweiter Blick. Wir arbeiten dabei eng mit Ihrem Kinderwunschzentrum zusammen.

  • Immunologische Abklärung
  • Durchblutung und Einnistung
  • Blutungsrisiko vor dem Transfer
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Präeklampsie und HELLP

Wenn die letzte Schwangerschaft gefährlich wurde

Wer eine Präeklampsie, ein HELLP-Syndrom oder eine Frühgeburt erlebt hat, plant die nächste Schwangerschaft mit Sorge. Wir bereiten sie gemeinsam mit Ihnen vor.

  • Abklärung vor der nächsten Schwangerschaft
  • Vorbeugende Behandlung
  • Begleitung bis zur Geburt
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Daneben beraten wir zu Thrombose und Hormontherapie, etwa vor der Pille, vor einer Kinderwunschbehandlung oder in den Wechseljahren.

Hintergründe

Was man heute weiß

Was die Leitlinien empfehlen und wo wir weiter schauen.

Das sagen die Leitlinien

Die meisten einzelnen Fehlgeburten entstehen durch eine zufällige Chromosomenstörung des Embryos. Nach wiederholten Fehlgeburten empfehlen die deutschen und europäischen Leitlinien eine gezielte Abklärung: Antiphospholipid-Syndrom, Schilddrüse, Form der Gebärmutter und in bestimmten Fällen die Chromosomen beider Eltern.

Eine Suche nach angeborener Thromboseneigung und eine Heparin-Behandlung ohne Antiphospholipid-Syndrom empfehlen sie nicht. Bei etwa der Hälfte der Paare findet die Standarddiagnostik keine Ursache.

Unser Blick

„Keine Ursache gefunden“ heißt nicht „keine Ursache vorhanden“. Wir untersuchen zusätzlich, wie Ihr Immunsystem auf eine Schwangerschaft reagiert und wie gut die Versorgung über Gebärmutter und Plazenta funktioniert.

Quellen: AWMF-Leitlinie „Diagnostik und Therapie von Frauen mit wiederholten Spontanaborten“, ESHRE-Leitlinie „Recurrent Pregnancy Loss“, AWMF-Leitlinie „Hypertensive Erkrankungen in der Schwangerschaft“.

Plazenta-assoziierte Störungen

Fehlgeburt und Präeklampsie beginnen oft am selben Punkt

In den ersten Schwangerschaftswochen baut der entstehende Mutterkuchen die Blutgefäße der Gebärmutter um, damit Ihr Kind später ausreichend versorgt wird. Gelingt das nur unvollständig, kann die Schwangerschaft früh enden. Oder sie geht weiter, und die Folgen zeigen sich erst Monate später als Präeklampsie, HELLP-Syndrom, Wachstumsverzögerung oder Frühgeburt.

Die Forschung fasst diese Erkrankungen als Störungen der tiefen Plazentation zusammen (Brosens und Mitarbeiter, 2011). Studien zeigen, dass Frauen nach Fehlgeburten in späteren Schwangerschaften häufiger eine Präeklampsie entwickeln. Für uns heißt das: Wer die frühe Phase versteht, kann auch die späte schützen.

Unser Ansatz

Drei Ebenen, eine gründliche Abklärung.

Ein Kind wächst nur so gut, wie es versorgt wird. Damit eine Plazenta entstehen kann, braucht es ein Immunsystem, das die Schwangerschaft annimmt, und eine gute Durchblutung. Deshalb gehen wir bei jeder Patientin in drei Schritten vor.

Diesen Zusammenhängen gehen wir seit über drei Jahrzehnten nach, in der Sprechstunde und in der Forschung. Unsere Ergebnisse haben wir in Fachzeitschriften veröffentlicht. Sie finden sie weiter unten.

1 · Immunsystemimmunologisch

Nimmt Ihr Körper die Schwangerschaft an? Wir prüfen, ob eine immunologische Ursache vorliegt und ob eine Behandlung für Sie in Frage kommt.

2 · Versorgunghämorheologisch

Wie gut werden Gebärmutter und Plazenta durchblutet? Wir untersuchen die Fließeigenschaften Ihres Blutes.

3 · Gerinnunghämostaseologisch

Gerinnungsuntersuchungen werden in den deutschen und internationalen Leitlinien nicht empfohlen, mit einer Ausnahme: den Antiphospholipid-Antikörpern (Antiphospholipid-Syndrom, APS). Darauf untersuchen wir gezielt. Außerdem prüfen wir, ob in der Schwangerschaft ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht, bei IVF und ICSI auch während des Embryotransfers. Eine solche Blutungsneigung fällt im Alltag häufig nicht auf. Besonders in der frühen Schwangerschaft kann sie zu Blutergüssen im Bereich der Fruchthöhle und des Mutterkuchens führen.

Behandlung

Was aus der Abklärung folgt

Immuntherapie

Zeigt die Abklärung, dass Ihr Immunsystem die Schwangerschaft nicht ausreichend annimmt, kann eine Immuntherapie Abstoßungsreaktionen entgegenwirken. Sie beginnt in der Regel vor oder zu Beginn der Schwangerschaft.

Verdünnungstherapie (Hämodilution)

Ist das Blut zu zähflüssig, verbessern wir seine Fließeigenschaften und damit die Durchblutung von Gebärmutter und Plazenta. Es handelt sich dabei nicht um eine Gerinnungshemmung: Aspirin oder Heparin setzen wir hierfür nicht ein.

Beide Behandlungen gehören nicht zu den Standardempfehlungen der nationalen Leitlinien. Sie beruhen auf unseren über 30 Jahre gesammelten Erfahrungen. Wir besprechen mit Ihnen, ob sie für Sie sinnvoll sind, welche Grenzen sie haben und was sie kosten. Unsere Arbeiten dazu finden Sie unter „Studien“.

Ablauf

Von der Anmeldung bis zur Behandlung

  1. Anmelden

    Füllen Sie unser Online-Formular aus und schicken Sie vorhandene Befunde gleich mit.

  2. Abklären

    In einem ausführlichen Gespräch mit Ihnen, idealerweise auch mit Ihrem Partner, und unter Berücksichtigung Ihrer Voruntersuchungen führen wir unsere Abklärungsuntersuchungen durch.

  3. Planen

    Sie erhalten einen allgemein verständlichen Abklärungsbericht mit Behandlungsempfehlungen, die auf Sie abgestimmt sind.

  4. Begleiten

    Wir begleiten Sie mit. Ihre Betreuung bleibt dabei in den Händen Ihrer Frauenärztin oder Ihres Frauenarztes, und wir passen unsere Behandlung den jeweiligen Gegebenheiten an.

Prof. Dr. Georg-Friedrich von Tempelhoff

Über uns

„Viele Frauen kommen zu uns, nachdem man ihnen gesagt hat, es sei einfach Pech gewesen. Wir nehmen uns die Zeit, genauer hinzusehen.“

Prof. Dr. Georg-Friedrich von Tempelhoff ist Frauenarzt mit den Schwerpunkten Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin sowie Spezielle Gynäkologische Onkologie und hat die Zusatzbezeichnung Hämostaseologie (Gerinnung). Er ist Fellow der International Academy of Clinical and Applied Thrombosis/Hemostasis (ICATH). 1991 hat er mit Prof. Lothar Heilmann in Rüsselsheim die Abklärungssprechstunde gegründet. Seit Mai 2015 führt er sie in eigener Praxis in Obertshausen-Hausen fort. Von 2015 bis 2023 war er außerdem Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau.

Spezielle Geburtshilfe und PerinatalmedizinHämostaseologieSpezielle Gynäkologische Onkologie
Das Team von KiWu vT
Unser Team

Wissenschaft

Unsere Veröffentlichungen

Unsere Arbeiten zu Gerinnung, Blutfluss und Schwangerschaft zum Nachlesen. Die Titel erscheinen in der Originalsprache.

    Häufige Fragen

    Was Sie vorab wissen sollten

    Wer trägt die Kosten?

    Wir sind eine reine Privatpraxis und rechnen nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Privat versicherte und beihilfeberechtigte Patientinnen erhalten eine Rechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die sie bei ihrer Versicherung einreichen können. Gesetzlich versicherte Patientinnen sind ebenso willkommen und zahlen die Behandlung selbst.

    Brauche ich eine Überweisung?

    Nein. Arztbriefe und Befunde Ihrer Frauenärztin oder Ihres Frauenarztes oder Ihres Kinderwunschzentrums helfen uns aber sehr, das Erstgespräch vorzubereiten.

    Welche Unterlagen sind hilfreich?

    Berichte über frühere Schwangerschaften und Fehlgeburten, Histologien (feingewebliche Befunde) und OP-Berichte, bisherige Laborbefunde, insbesondere Gerinnungs- und Schilddrüsenuntersuchungen, humangenetische Gutachten, Berichte über IVF- oder ICSI-Behandlungen, Entlassungsberichte nach einer Präeklampsie oder einem HELLP-Syndrom und Ihren Mutterpass. Sie können die Befunde im Formular hochladen oder zum Termin mitbringen.

    Werden Untersuchungen doppelt gemacht?

    Nein. Wir führen keine Doppelbestimmungen durch. Liegen Befunde bereits vor, reichen sie uns in der Regel aus. Eine Untersuchung wiederholen wir nur, wenn eine Aktualisierung medizinisch sinnvoll ist, und besprechen das vorher mit Ihnen.

    Wann ist der richtige Zeitpunkt?

    Am besten vor der nächsten Schwangerschaft oder vor dem nächsten Embryotransfer, damit genug Zeit für Abklärung und Planung bleibt. Sind Sie bereits schwanger, melden Sie sich bitte möglichst bald und geben Sie das im Formular an.

    Soll mein Partner mitkommen?

    Ja, idealerweise. Bei der immunologischen Abklärung untersuchen wir auch, wie gut Ihr Immunsystem und das Ihres Partners zueinander passen. Dafür ist es hilfreich, wenn Ihr Partner beim ersten Termin dabei ist. Zwingend notwendig ist es aber nicht. Und gemeinsam lassen sich die nächsten Schritte leichter besprechen.

    Wie schnell bekomme ich eine Antwort?

    Wir melden uns in der Regel innerhalb weniger Werktage per E-Mail. Haben Sie nach einer Woche nichts gehört, schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach oder rufen Sie uns während der Telefonzeiten an.

    Arbeiten Sie mit meiner Frauenärztin, meinem Frauenarzt oder meinem Kinderwunschzentrum zusammen?

    Ja. Ihre Betreuung bleibt in deren Händen. Wir stimmen unsere Empfehlungen mit Ihren Behandelnden ab und schicken ihnen auf Wunsch unseren Bericht.

    Sind meine Daten im Formular sicher?

    Ja. Ihre Angaben werden schon in Ihrem Browser verschlüsselt und können nur in der Praxis gelesen werden. Wir speichern nichts auf der Homepage.

    Anmeldung

    Termin anfragen

    Ihre Angaben helfen uns, das Erstgespräch gut vorzubereiten. Was Sie nicht genau wissen, lassen Sie einfach offen. Wir besprechen es gemeinsam.

    Hinweis: Wir sind eine reine Privatpraxis und rechnen nicht mit den gesetzlichen Krankenkassen ab. Gesetzlich versicherte Patientinnen sind willkommen und zahlen die Behandlung selbst.

      Ihre Angaben werden verschlüsselt übertragen und nur in der Praxis gelesen.
      Das Ausfüllen dauert etwa 5 bis 10 Minuten. Mit der Taste „Zurück“ können Sie Ihre Angaben jederzeit korrigieren.
      Befunde können Sie hochladen oder später mitbringen.

      Anfahrt

      So finden Sie zu uns

      KiWu vT · Kinderwunschpraxis von Tempelhoff
      Freiherr-vom-Stein-Straße 29
      63179 Obertshausen (Hausen)

      Fragen zur Anfahrt beantworten wir gern per E-Mail.

      Notfallnummer für Patientinnen in Behandlung: 01522 1554988
      Bei akuter Lebensgefahr wählen Sie bitte immer die 112.

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